Handbuch des Säblerzüchters

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Handbuch des Säblerzüchters

Beitrag  Calyon am 18/10/2011, 05:19

Inhaltsverzeichnis:

  • Einleitung

  • Der Welpe

  • Ein Jungtier - oho!

  • Junges Säbler ABC

  • Der Säbler - dein Freund und Begleiter

  • Züchten! Aber wie?

  • Hilfe, sie ist trächtig!

  • Rassen

  • Futter, Pflege, Schlafplatz

  • Krankheiten

  • Spielzeug

  • Zubehör

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Re: Handbuch des Säblerzüchters

Beitrag  Calyon am 18/10/2011, 05:21

Einleitung

Viele Jahrhunderte nun schon leben Kaldorei und Säbler Seite an Seite. Man möchte meinen, dass sie sich mittlerweile aneinander gewöhnt haben. Dass der Elf vollkommen darüber bescheid weiß, wie mit einem solch kräftigen und edlen Tier umzugehen ist. Und ja, Vielen wird es nichts Neues sein, was dies Buch erzählt. Aber vielleicht ist das ein oder andere Wissenswerte auch für die bereits Erfahreneren unter uns dabei. Vielleicht ist es auch Anleitung für jene, die sich einfach interessieren oder gar selbst Säbler mehr in ihr Leben einfließen lassen wollen. Für alle anderen ist es auch einfach nur Spaß am Lesen.

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Re: Handbuch des Säblerzüchters

Beitrag  Calyon am 18/10/2011, 05:24

Der Welpe

Das so ziemlich Erste, an dass ich mich in meinem Leben erinnere, sind große Pranken und weißes Fell, Wärme und ein nahezu ohrenbetäubendes Schnurren. Ich hatte den Vorteil, dass mein Vater selbst eng mit jenen Tieren zusammenlebte und sie aufzog. So kam ich sehr schnell und notgedrungen in den Umgang mit den kräftigen Riesen. Zumindest für mich damals noch riesig. Die Tiere nahmen mich auf als einen der ihren, umsorgten mich in gleicher Weise, wie es Mutter und Vater tun zu pflegen. Allerdings alles auf ihre eigene Säblerart. Zunächst hatte es keine Jungtiere, umso mehr umsorgten mich die beiden Elterntiere. Doch irgendwann war alles anders.

Nach einer lauten Nacht, in der ich meinen Vater oft fluchen hörte und er mich gefühlte hundert Mal wieder zurück ins Haus schicken musste, war die Neugierde groß. Den Tag verbrachte ich ungeduldig im Bett, eingeklemmt zwischen n großen Händen meines Vaters. Noch nie hatte ich so ungeduldig auf den Abend gewartet. Als er dann schließlich kam, nahm man mich zu dem dunklen Erdbau der Tiere mit. Es roch völlig anders, es hörte sich anders an. Wo sonst völlige Stille herrschte, war nun dauerhaftes, vielstimmiges Schnurren zu vernehmen.

Nur zögerlich machte ich die ersten Schritte in das neue Heim der Welpen. Der Boden war mit Gras bedeckt, so dass die Tiere sich ein weiches Bett geschaffen hatten. Das Vatertier verharrte am Ausgang der Höhle, blickte misstrauisch nach draußen und behielt alles fest im Blick. Doch nach jahrelangem Zusammenleben betrachtete er wieder mich, noch Vater als Bedrohung und ließ uns ein. Die Höhle an sich war dunkel und befremdlich warm. Nur das helle Fell der Säblerin schimmerte leicht, sie lag mit dem Rücken zum Eingang hin. Dennoch sah man ihr die Erschöpfung einer langen Nacht an, sie lag entspannt und schien zu schlafen. Auch sonst war nicht viel Bewegung auszumachen, doch noch immer schnurrte es. Aufgrund der Beschaffenheit der Höhle um einiges lauter, als es wohl wirklich war. Vielleicht war es aber auch meine Neugierde, die es lauter werden ließ.

Und gerade jene Neugierde war es, die mich über den massigen Rücken des Tieres kriechen ließ. In ihr weiches Bauchfell, wo ich sonst zu dösen wagte, waren viele kleine Körper gedrückt, sieben an der Zahl. Sieben kleine Körper, die allesamt gierig an Zitzen saugten, dabei unablässig schnurrten.

Ich kann jeden verstehen, der bei solch kleinen und durchaus putzigen Wesen vor Drolligkeit vergehen und sie behätscheln und betätscheln möchte. Dem jedoch rate ich ab. Das Muttertier bringt in der Regel die beste Pflege für Tiere dieses Alters hervor, so dass ein Eingreifen meist nicht notwendig ist. Manchmal jedoch kommt es vor, dass Jungtiere verstoßen und mit der Hand aufgezogen werden müssen. Die Erfahrung hat gezeigt, dass jene Tiere oftmals später Probleme damit haben sich in Rudel zu integrieren und sich bei Humanoiden wohler fühlen. Sie werden sanfter, verspielter, aber auch fauler und fordernder. Meist gestaltet sich die Jagd und demzufolge die selbstständige Ernährung als problematisch. Des Weiteren taugen sie meist nicht mehr zur Weiterzucht, so gut die elterlichen Anlagen auch waren. Gerade in den ersten Wochen ist also größtmögliche Ruhe vor Humanoiden und für die Entwicklung für den kleinen Welpen angebracht.

Kommt es doch vor, dass man einen Welpen mit der Hand aufziehen sollte (Futter und Pflege folgen später), so sei darauf zu achten, in mit Artgenossen, am besten gleichen Alters zusammen zu halten. So lernen auch sie immerhin die Grundzüge wahren Säblerverhaltens. Dinge wie Jagd und Spiel werden wirklich erst im Jungtieralter relevant. Auf keinen Fall aber sollten Säbler separiert werden!


Zusammenfassung für unseren neugeborenen Welpen:


Die ersten vier Wochen nicht eingreifen!

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Re: Handbuch des Säblerzüchters

Beitrag  Calyon am 18/10/2011, 05:25

Ein Jungtier - oho!

Vier Wochen lang habe ich mich nachts in die warme Höhle geschlichen, mich in Säblerfell gekuschelt und dem Schnurren gelauscht. Das ständige Beisammensein schien auch nicht ohne Folgen zu bleiben. Die Welpen, zu Beginn noch kaum behaart, blind und völlig dem Schutz der Mutter überlassen, begannen schon nach wenigen Nächten in der Höhle herumzurobben und wurden beständig von der Mutter immer wieder in ihre Nähe geschoben. Das Trinken wurde beständig wilder, noch blind begannen die Kleinen schon um die besten Plätze dafür zu rangeln. Nach nur einer Woche war die Rangfolge unter den Jungtieren geklärt. Und nach eben dieser einen Woche hatten auch die letzten Tierchen endlich ihr Augenlicht entdeckt. 

Die Streifzüge der kleinen Vierbeiner wurden beständig größer. Ab und an streckte eines mal die Nase zum Höhlenausgang heraus, dennoch verblieben sie noch drinnen. In den erten vier Wochen nahmen sie beträchtlich an Größe und Kraft, aber auch an Charakter zu. Man konnte sie langsam unterscheiden: Der eine hatte einen schwarzen Tupfen am Ohr, die nächste war stets zu Unfug aufgelegt. So war es auch ein junges Weibchen, dass schließlich der Neugierde erlag und als Erste die Luft vor der Höhle atmete, behütet unter den Augen des Vaters. 

Mein Vater pflegte in jenem Moment die Tiere zu kennzeichnen. Es gibt vielfältige Mittel, von kleinen Schnitten in den Ohren bis hin zu Halstüchern. Vater benutzte Lederbänder in verschiedenen Farben. Eine Tradition, die ich heute noch pflege. Und so bekam dies erste Tier, dessen Fell reinweiß und völlig makellos war, auch ein weißes Lederband um den Hals. Es war etwas länger, als es gemusst hätte, doch wachsen diese Tiere in den ersten Monaten so schnell, dass ohnehin alle paar Wochen neue fällig wurden. Um aber nicht ständig nur Lederbänder um Hälse zu legen, lässt man ihnen etwas Spiel. 

Namen sind übrigens so eine Sache. Es gibt Züchter, die den Tieren mit der Markierung einen Namen geben. Davon halte ich nicht viel. Die Tiere bekommen in der Regel einen neuen Besitzer, der ihnen ohnehin einen neuen Namen geben wird. Das Verlernen eines Namens und Lernen eines neuen ist schwerer, als die paar Monate mit "Du!" zurecht zu kommen. Aus dem "Du" für jene Säblerin wurde übrigens im Lauf der folgenden, verspielten Wochen ein "Anarya".

Bis zu drei Monate lang werden die Jungen gesäugt und kehren auch immer wieder in die Höhle und zur Mutter zurück. Wenngleich auch ihre Ausflüge beständig länger werden, das Spiel untereinander kräftiger und fordernder. Sie wachsen schnell und bald schon sind sie keine süßen Plüschkugeln mehr, sondern Miniaturausgaben der stolzen Eltern. Dann ist es auch höchste Zeit ihnen neben Muttermilch auch Fleisch zur Verfügung zu stellen. Nicht immer klappt es, dass die Eltern die Jungen dabei richtig mitversorgen und sind auf Hilfe angewiesen. Kleine, frische Fleischbröckchen, die gerade zu Anfang noch gut nach Blut riechen und neugierig machen, sind eine gute Wahl. Dazu können sie auch mit kleingehackten Kräutern bestrichen werden. Nicht, um besser zu schmecken, sondern um mit den Kräutern Stärke und Vitalität anzuregen. Zudem gewöhnen sie sich so schon von Anfang an an Arznei, was den späteren Umgang durchaus erleichtert.

Nach guten vier Monaten ist es an der Zeit mit den Kleinen die ersten Lektionen zu unternehmen. Spielerisch mit Ball und lockend mit Fleisch gelingen die ersten Kommandos sicher schnell. Fernbleiben, Sitzen, Liegen, Hinzukommen, die Pfoten reichen. Mit diesen fünf Übungen ist man bei einem Wurf von vier Tieren schon zwei Wochen beschäftigt. Wie aber bringt man ihnen jene Tricks bei? 

Es gibt eine Grundfähigkeit, die die Tiere lernen müssen. Das ist das Folgen eines Balles. Es ist relativ simpel und kann durch bloßes Spiel in den Wochen zuvor schon erlernt werden. Am besten eignen sich mittelgroße Bälle aus hartem Leder, da sie dort eine Weile herumkauen können ehe er verschleißt. Der Ball dient als bloßes Spielzeug, dennoch sollten sie bei jedem Spiel, insbesondere aber beim Folgen hinter dem Ball her, belohnt werden. Welche Belohnung welchem Säbler am liebsten ist, ist unterschiedlich. 

Ist gelernt worden dem Ball zu folgen, ist es ein einfaches das Tier gehen zu lassen, hinzusetzen, mit etwas Druck auf den Rücken zum Liegen zu bringen. Hier lernt man mit dem Tier, da jedes individuell schnell und über andere Ansätze den Zugang zu den Lektionen versteht. 

Bald schon werden die Jungtiere nur noch Fleisch fressen und recht viel Zeit mit dn Eltern bei der Jagd verbringen. Darum ist es unbedingt notwendig vorher alle fünf Grundlektionen gemeistert zu haben. In dieser Phase nämlich bekommt man die Tiere fast gar nicht zu Gesich und hat, falls doch, meist nur so viel Zeit wie nötig ist, um die Grundlektionen aufzufrischen. Kehrt in das Säblerleben wieder Ruhe ein, sind sie fast ausgewachsen. Sie verhalten sich nicht nur bereits wie ausgewachsene Tiere, sie können auch gut schon als solche behandelt werden. 

Zusammenfassung für unser verspieltes Jungtier: 


- Kennzeiche sie so schnell es geht. Aber auch so nachhaltig und einfach wie möglich.
- Vermeide Namen. Umlernen ist strapaziös.
- Die ersten fleischigen Leckerbissen mit Kräutern versehen!
- Ein Lederball ist das wichtigste Werkzeug.
- Grundkommandos: Folgen, Gehen, Sitzen, Liegen, Pfote zeigen
- Geduld haben. Jeder hat sein Tempo, auch ein Säbler.


Zuletzt von Calyon am 19/10/2011, 05:37 bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet

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Re: Handbuch des Säblerzüchters

Beitrag  Calyon am 18/10/2011, 05:25

Junges Säbler ABC

Kehren die Jungtiere wieder zurück, sind sie meist sechs bis sieben Monate alt und körperlich gesehen fast ausgewachsen. Das war auch bei jenem Rudel der Fall, dessen Wurf ich als meinen ersten erleben durfte. Besonders für mich stach das reinweiße Säblerweibchen heraus.  Manchmal passiert es, dass Säbler nach dieser Zeit ihre Bezugsperson wechseln. Ich hatte damals Glück und Anarya zeigte sich mir immernoch so zugeneigt wie in den Tagen unserer Spielereien. Nur war sie jetzt genauso groß wie ich es damals war. 

Ein Grund mehr dem Tier neue Lektionen beizubringen. Natürlich sind die ersten Übungen immer sprachlich untermalt, einfach um den Tieren das Lernen zu erleichtern. Im langen Säblerleben aber kann man durchaus versuchen von Tönen weg zu Handzeichen und Gesten zu gehen. Es erfordert jahrelange Übung und ein besonders lernwilliges Tier. Um mit einem Jungsäbler dort anzusetzen eignen sie sich also nicht.

Den Lederball als Führungsmittel hatten wir schon kennengelernt. Auch jetzt ist er noc immer das Mittel unserer Wahl, wird jedoch ergänzt von Fleischhappen und Krauleinheiten. Wichig ist, die Tiere auf positive Mittel zu fixieren und nicht mit Strafen zu erziehen. Sie werden zu Waffen ausgebildet und lernen demnach auch irgendwann sich gegen humanoide Wesen zu behaupten.

In diesem Stadium ist es auch wichtig die Rasse des Säblers zu wissen. Ein Tier, auf dem geritten wird, ist nicht nur später größer, es muss auch gezielt andere Dinge lernen. Kümmern wir uns also zunächst um die Lektionen für ein kleineres Exemplar, mit dem wir später Seite an Seite kämpfen wollen.

Bevor man das Tier auf ein körperbauähnliches Ziel schickt, wobei es zu dramatischen Verwechselungen kommen könnte, sollte er genau das Gegenteil lernen: Ablassen von Beute, wenn die Bezugsperson dabei ist. Natürlich kann ein Tier im Beisein eines Elfen fressen, aber diese Entscheidung sollte von der Bezugsperson kommen. Warum? Gerade in jungen Jahren sind die Tiere aufgrund mangelnder Erfahrung nicht befähigt Freund von Feind zu unterscheiden. Warum also den erlegten Hirsch, den wir für unser Abendessen wollten, hergeben? Der Säbler, sofern er nicht verstanden hat abzulassen, wird jegliche potenzielle Beute gnadenlos verteidigen. 

Das Beibringen davon ist recht simpel, kann im Übigen auch für Reittiere so angewandt werden. Das Tier wird belohnt, wenn es sich beim Fressen von der Beute abwendet. Achtung, dass dies auch wirklich genau in dem Moment geschieht. Falls nicht täte man nämlich genau das Gegenteil: Das Tier für das Fressen belohnen. Irgendwann wird es, wenn man sich zum Fressen dazugesellt, automatisch damit pausieren und neugierig sein. In diesem Moment lenkt man am Besten völlig ab und versucht mittels Ball Tier von Futter zu trennen. Erfolgt das später schon sehr gut, kann man dem ganzen einen Befehl hinzufügen. Ist auch dieser gelernt, sollte man den Säbler allein durch Zuruf von seinem Mahl abhalten können. 

Ist diese Grundlektion gelernt, kann man ihn mit alltäglichen Dingen vertraut machen. Bogen, Schwert, Kochgeschirr. Hier ist es ratsam möglichst viele Dinge bekannt zu machen, da man so über das Ablassen auch begreiflich machen kann, welche Dinge der Jungsäbler besser in Ruhe lassen sollte. Eine Sache, die auch bei Reitsäblern und sogar Tieren im hohen Alter noch funktioniert.

Der Reitsäbler hat eine Sache mehr zu lernen. Bereits in diesem Alter, im Gegensatz zu den kleineren Tieren, kann er eingesetzt werden. Allerdings, da ohne Kampferfahrung, wohl zunächst nur für kleinere Ausritte. So wie man ihm den Umgang mit Alltäglichem lehrte, sollte man ihm auch den Kontakt mit dem Sattel lehren. Ist das verstanden worden, kann man ihm den Sattel bereits vorsichtig auflegen. Es wird ein paar Tage dauern, bis er sich vollends daran gewöhnt hat. Doch dann ist es endlich so weit: Der erste Ritt! 

Dabei sollte man sich zuerst sehr vorsichtig auf den Rücken des Tieres legen. Das vereinfacht ihm das Finden des Gleichgewichtes. Es kann vorkommen, dass sie hier schon losstürmen oder sich von dem zusätzlichen Gewicht befreien wollen. Wichtig ist sich selbst zu sichern. Man braucht sich nicht mit Säblerzähnen anzulegen. Aber man sollte eben immer wieder und geduldig sich auf das Tier begeben, wenn es wieder ruhig ist. Erfolgt keine Gegenwehr mehr, kann man es mit Sitzen probieren. Meist klappt dies dann reibungslos und dem ersten Ritt steht nichts mehr im Wege! Auf den ersten Ausritten sollte aber auf alle Fälle immer ein weiterer Reiter dabei sein, am besten mit einem erfahrenen Tier. Sollte etwas geschehen beruhigt die Anwesenheit des älteren Tieres. Oder wir werden schneller versorgt, sollte uns etwas geschehen.

Zusammenfassung für unseren jungen Säbler:

- Ablassen von Beute muss dringend gelernt werden
- Alltäglichkeiten bekannt machen
- Bei Reitsäblern steht der erste Ritt an!
- Positive Belohnungen funktionieren besser als Bestrafungen!


Zuletzt von Calyon am 20/10/2011, 05:34 bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet

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Re: Handbuch des Säblerzüchters

Beitrag  Calyon am 18/10/2011, 05:25

Der Säbler - dein Freund und Begleiter

Sind die ersten grundlegenden Lektionen verstanden worden, wird es meist Zeit das Rudel zu trennen. Zum Einen wird die Belastung für das Muttertier ständig steigen, da die Jungen nicht gerade sanfter in ihren Spielen werden, zum Anderen steigt die Belastung für uns, da der Umgang mit vielen ausgewachsenen Tieren, die aber noch sehr verspielt sind, gefährlich und anstrengend sein kann.

Das Finden eines Abnehmers für ein ganzes, kleines Rudel Säbler ist meist schwer. Am besten sucht man ohnehin für jedes Tier einen eigenen Besitzer. Dabei ist darauf zu achten, dass man Tier und zukünftigen Gefährten vor der Übergabe zusammenführt. Es müssen ein gewisses Grundverständnis und Sympathie auf beiden Seiten vorhanden sein, sonst macht es wenig Sinn zwei Wesen ihr Leben lang aneinander zu binden. Der neue Gefährte sollte zudem im Umgang mit einem solchen Tier unterwiesen sein oder werden. Dinge wie die Fellpflege oder die Versorgung sind zwar selbstverständlich, aber die wichtigen Einzelheiten werden oft gern übersehen. Dazu aber später mehr.

Das Zusammenleben mit einem Tier kann ganz unterschiedlich funktionieren. In meinem Leben habe ich mittlerweile mit einigen zusammengelebt und gearbeitet. Anarya zieht es beispielsweise vor sehr engen Kontakt zu pflegen, sogar die Tage verschlafen wir zu zweit. Im Gegensatz dazu ihr Partner: Das Tier liebt die Freiheit und würde nie daran denken sich länger als zwingend notwendig mit einem Elfen in einer Höhle herumzudrücken. Egal welchen Charakterzug der Säbler entwickelt: Es ist in Ordnung. Die Tiere tun genau das, was wir auch tun. Sie wählen sich ihre Lebensart so, dass sie damit zufrieden sind.

Sorgen, ob das Tier wiederkehrt, wenn es ein Freigänger ist, braucht man sich eigentlich nicht machen. Säbler sind Rudeltiere und wir Elfen gehören dazu. Ein Säbler wird immer zu seiner engsten Bezugsperson wiederkehren. Denn Vertrauen heißt Sicherheit und das kann in einem anstrengenden Säblerleben sehr wichtig sein. Wo sonst ruht man sich aus und lässt sich den Bauch kraulen?

Der Einsatz eines Säblers, ob als Reittier oder Kampfgefährte, muss gut vorbereitet werden. Die Tiere müssen mit der Waffenwahl vertraut gemacht werden, genauso mit ihrer Rolle im Kampf. Zusammen jagen zu gehen ist eine gute und beliebte Methode um jenes Grundverständnis zu setzen. Es eignet sich sowohl für die kleineren Tiere, da sie ja direkt dem Feind gegenüber stehen werden und sich darauf verlassen müssen nicht ausversehen von uns erschossen zu werden, als auch für die Reittiere, die lernen müssen sich im Kampfgeschehen zurückzuhalten und nur in der Not einzugreifen.

Warum eigentlich dieser Unterschied? Die Reittiere sind erheblich größer als jene zum Kampf. Die Größe ist ein wundervolles Mittel um einzuschüchtern, behindert aber, wenn wir zuschlagen wollen. Wer groß ist, ist auch weniger wendig, steht meist im Weg herum und nimmt uns die Sicht. Genau das gilt es in dieser Phase den Tieren begreiflich zu machen.

Im Großen und Ganzen gibt es zu dieser Phase nicht viel zu sagen. Die Tiere und der jeweilige Elf müssen sich aneinander gewöhnen, miteinander umgehen lernen. In der Regel geschieht das völlig von allein, ohne große Probleme. Manchmal kommt es aber auch vor, dass beide Seiten den Kontakt zueinander verlieren. Hier ist es oftmals ratsam den Züchter wieder aufzusuchen. Natürlich versucht jeder Züchter zunächst das Problem zu lösen, Tipps zu geben oder kleinere Lektionen noch nachzureichen. Die meisten sehen ihre Tiere lieber unter eigenen Fittichen als unzufrieden. Und gegebenenfalls steht ja auch bereits ein neues Rudel zur Verfügung.

Möchte man die Probleme selbst erst einmal versuchen zu lösen, dann sei darauf geachtet, dass immer mit positiver Verstärkung gearbeitet werden sollte. Ein ausgewachsenes Tier wird auf Schläge oder dergleichen rein aus Selbstschutz schon aggressiv reagieren. Dumm nur, dass wir in diesem Fall der eindeutig Unterlegenere sind. Mit Vertrauen und Spiel jedoch können aus massigen Säblern durchaus verspielte oder verschmuste Züge herausgeholt werden.

Zusammenfassung für unseren Säbler


- Jeder Lebensstil, sofern frei gewählt, ist der Richtige
- Zusammenwachsen und aneinander wachsen gehören in jeder Partnerschaft dazu
- Mit Vertrauen und Spiel gewinnt man mehr, als man mit hartem Ton und Schlägen verliert


Zuletzt von Calyon am 20/5/2012, 19:36 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet

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Re: Handbuch des Säblerzüchters

Beitrag  Calyon am 18/10/2011, 05:25

Züchten – aber wie?

Grundsätzlich sei gesagt, dass das Züchten keine Sache ist, die man mal eben als Freizeitbeschäftigung auszuführen vermag. Es ist eine dauerhafte Angelegenheit, in die sehr viel Zeit und Mühe investiert werden muss. Bevor man sich also dazu entschließt selbst zu züchten sollten man sich überlegen, ob es nicht besser wäre dies von einem bereits erfahrenen Züchter übernehmen zu lassen.

Das erste Problem stellt die Partnerwahl da. In meinem Leben als Züchter sind mir immer wieder Tiere untergekommen, deren Anlagen optimal zueinander gepasst hätten. Allerdings sind nicht wie diejenigen, die bestimmen, mit wem unser Säbler diesen Schritt gehen möchte. Im Normalfall sucht sich jedes Tier im Lauf seines Lebens völlig selbstständig einen anderen Säbler als Partner. Mit diesem werden wir uns für unseren Zuchtversuch auch einfach abfinden müssen, da die Tiere sich nur in dieser Konstellation untereinander verpaaren werden. Ab und an hat das Vorstellen von fremden Säblern, die wir als geeignet halten, bei noch einzeln lebenden Tieren zwar Erfolg gebracht, aber als Regel ist das nicht zu verstehen. Es ist eher Zufall, wenn man mit seinem Tier bei der Partnerwahl die gleiche oder ähnliche Meinung vertritt.

Es kann auch vorkommen, dass sich ein Tier erst sehr spät einem anderen zuwendet. Anarya als Beispiel lebt schon einige hundert Jahre mit mir zusammen. Einen Säbler als Partner erwählt hat sie sich aber erst vor guten zehn Jahren. Die Vermutung liegt nahe, dass diese Verzögerung an dem einfachen Umstand liegt, dass sie bereits sehr eng mit mir zusammen lebte und diese Lebensart einfach keine dritte „Person“ aus ihrer Sicht erforderte. Vermutlich ist es gerade sein Freigängertum, das ihr die nötige Ruhe für sich selbst gibt. Das Beispiel zeigt: Der Säbler selbst wählt sich auch den Zeitpunkt, wann er denkt für einen solchen Schritt fähig zu sein.

Haben sich zwei Tiere gefunden beginnt eine merkwürdige Zeit. Sie werden miteinander spielen, genauso aber auch streiten. Es ist die gleiche Phase, nur rauer ausgelebt, die wir zu Beginn mit unserem Säbler hatten. Hier sieht man allerdings, wie er mit uns umgegangen wäre, hätten wir ihn nicht positiv an alles herangeführt. Einem Streit zwischen zwei Säblern geht man aus dem Weg. Als letzte Lösung hilft ein Eimer Wasser auf beide Kontrahenten, so dass sie erschrecken und ablassen. Das jedoch wirklich nur im Notfall einsetzen, da gerade diese Streitigkeiten für die spätere Beziehung der beiden sehr wichtig sind.

Irgendwann wird sich von ganz allein das Verhältnis der beiden entspannen. Säbler, sofern sie in Eintracht leben, können sehr liebevoll und zärtlich miteinander umgehen. Die meisten Kinder haben hier viel Spaß beim Beobachten der gegenseitigen Putzeinheiten. Für uns ist allerdings Vorsicht geboten. Waren wir bisher die bevorzugte Person für Streicheleinheiten, so sind wir gerade degradiert worden. Unsere Rolle beschränkt sich, neben der täglichen Zusammenarbeit natürlich, auf Futtergabe und Streicheln, wenn der Partner gerade nicht zugegen ist. Das mag zunächst ernüchternd klingen. Aber war es bei uns nicht genauso, als wir frisch verliebt waren?
Zusammenfassung zur Zucht

- Wer nicht genug Zeit hat, sollte dies einem erfahrenen Züchter überlassen
- Tiere wählen sich ihren Partner selbst
- Zeit ist ein wichtiger Faktor: Umso mehr wir davon haben, umso besser und entspannter


Zuletzt von Calyon am 20/5/2012, 20:55 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet

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Re: Handbuch des Säblerzüchters

Beitrag  Calyon am 18/10/2011, 05:25

Hilfe, sie ist trächtig!

Die Zeit bis zu einer Trächtigkeit kann unter Umständen recht lang werden. Manchmal funktioniert es auf Anhieb, manchmal nicht. Das ist der Gang der Natur und sollte mit Geduld und Ruhe betrachtet werden. Irgendwann wird sich Nachwuchs einstellen. Ist es dann aber so weit und das Weibchen verändert ihr Verhalten, ist es für uns an der Zeit Vorkehrungen zu treffen.

Der Verhaltenswechsel ist meist typisch: Das Weibchen ist zunächst sehr launisch, springt innerhalb von wenigen Momenten von kuschelig auf aggressiv und wieder zurück. Man kann beruhigt sein, da dies nur in den ersten Wochen der Fall ist. Auch für das Tier beginnt schließlich nun eine neue Phase, auf die es sich einstellen muss.

Säbler in freier Wildbahn werden sich nun eine Art Nest in ihrer Höhle bauen. Das können unsere Tiere genauso gut auch allein, jedoch wollen wir gewährleisten, dass wir die Jungtiere auch zu Gesicht bekommen und versorgen können, wenn es erforderlich sein sollte. Demnach beteiligen wir uns, wie es sich ohnehin in einer guten Familie gehört, am Nestbau und stellen Material zur Verfügung. Am besten geeignet und gern genommen werden Decken und Stoffreste. Auch Blätter sind gern gesehen, vor allem als Unterlage unter den Decken bilden sie hervorragende Polsterungen. Wolle und Fell sind ebenfalls geeignet, sofern sie in nicht zu kleinen Stücken verwendet werden. Die Jungtiere könnten sie später verschlucken und daran sterben. Was nicht benutzt werden sollte sind grobe Äste und Stöcke, spitzkantige Gegenstände oder alles, was zu klein ist und verschluckt werden kann. Meistens haben die erwachsenen Tiere nichts dagegen, wenn man zu dieser Zeit mit ihnen in der Höhle ist und das Nest verändert.

Was sich schlagartig ändert, wenn der Nachwuchs da ist. Die Geburt vollzieht das Weibchen allein. Lebten die Tiere bis dahin zusammen, erkennt man die Geburt an dem pirschenden Männchen vor dem Höhleneingang. Man kann probeweise versuchen in die Höhle zu treten, sei aber vorsichtig. Es gibt Weibchen, die ihre Bezugsperson dabei haben wollen, aber auch jene, die völlig allein bleiben wollen. Die Geburt an sich schaffen sie ohnehin vollständig allein, so dass es nichts ausmacht, wenn man nicht anwesend ist. Spätestens wenn sich das Männchen wieder in die Höhle traut ist es auch für uns wieder sicher. Und wir sollten dem Tier hinterher eilen.

Jetzt ist nämlich die beste Phase um unseren Geruch bereits den Jungtieren einzuprägen. Das ist die Voraussetzung für späteres Vertrauen und die Arbeit mit den kleinen Rackern. Und übrigens Grund dafür, dass jeder Säbler dem Züchter immer das größte Vertrauen entgegen bringen wird. Immerhin: Derjenige gehört einfach zur Familie. Von mehr als bloßem Dabeisein und Ansehen rate ich aber ab. Wie wir im Kapitel zu den Welpen bereits lesen konnten, ist das Muttertier immer noch die beste Pflege und sollte diese auch ungestört vollziehen dürfen. Anstatt sich den Welpen zuzuwenden gilt unsere Sorge also den erwachsenen Tieren. Die Phase der Aufzucht ist schwer für sie, also liegt es an uns sie ihnen so angenehm wie möglich zu gestalten. Das geht von zusätzlichen Krauleinheiten über die Jagd, die wir ihnen abnehmen, hin zu Spielereien, die den Alltag auflockern.

Zusammenfassung zur Trächtigkeit

- Keine Angst vor aggressiven Weibchen: Sie folgen nur ihrem Instinkt
- Keine zu großen oder zu kleinen Dinge im Nest oder anderweitig, für Jungtiere gefährliches, Zeug!
- Die Geburt geht ganz von allein


Zuletzt von Calyon am 20/5/2012, 20:56 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet

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Re: Handbuch des Säblerzüchters

Beitrag  Calyon am 18/10/2011, 05:25

Rassen

Im Groben gibt es 4 verschiedene Arten von Großkatzen, wenn man von diversen verfluchten Abarten oder Geisterscheinungen absieht. Mit allen dieser Tiere ist ein Arbeiten wie oben beschrieben möglich, teils sind die Grenzen unter ihnen ohnehin schwimmend. So sehen weibliche Säbler gern wie einfache Großkatzen aus oder aber es gibt Mischlinge von Luchsen mit Säblern. Dennoch soll eine grobe Einteilung erfolgen, die zumindest einen vagen Aufschluss auf Herkunft und Einsatz der Tiere schließen lassen kann.

Normale Großkatzen

Diese Tiere finden sich häufig in dschungelartigen Gegenden, teils in Savannen, seltener in kalten Gebieten. Sie zeichnen sich durch hohe Wendigkeit und Flexibilität aus, sind aber oftmals körperlich schwächer und nicht ganz so ausdauernd wie Säbler. Die Tiere sind im Allgemeinen kleiner, weicher gebaut und vor allem für das Pirschen im Wald ausgelegt. Der Körperbau ist schlank und fidel, das Fell seidig und kurz.

Farbvarianten:
- Schwarz: völlig, mit hellen Punkten, dunklen oder hellen Streifen
- Braun / Orange: völlig, mit dunklen Punkten, dunklen oder hellen Streifen
- Weiß: völlig, mit dunklen Punkten oder dunklen Streifen

Säbler

Säbler finden sich häufig in Kaldoreigebieten und in deren häuslicher Umgebung, seltener in freier Wildbahn. Die meisten Wildtiere findet man in Winterquell, wo noch ausgeprägte Rudel vorhanden sind. Sonst sind es meist einzelne Tiere in anstrengenden Gebieten mit relativ wenig Population. Säbler sind größer als normale Großkatzen, muskulöser und ausdauernder, dafür aber auch eigensinniger und einzelgängerischer. Das Fell ist oftmals länger, kann gar zottelig werden.. Durch die größere Muskelmasse, vor allem im Nackenbereich, sehen sie grobschlächtiger und von vornherein für das ungeübte Auge gefährlicher aus. Bei Männchen kann es zu einer Mähne kommen, weswegen sie mit Löwen verwechselt werden können. Weibchen können recht schlank und fein gebaut sein, was zu Verwechslungen mit normalen Großkatzen führt

Farbvarianten:
- Schwarz: Völlig oder mit dunkeln Streifen
- Orange: Dunkel gefleckt oder dunkel gestreift
- Weiß: Völlig, dunkel gefleckt oder dunkel gestreift
- Weiße Abfarben: bläuliches Fell mit dunklen Streifen, violettes Fell mit dunklen Streifen, bläuliches Fell mit dunkelblauem Deckhaar

Sonderform Reittier:
Der Reitsäbler ist eine gezüchtete Form des normalen Säblers. Er ist genauso gebaut wie die normalen Tiere, zeigt die gleichen Verhaltensmuster und das gleiche Aussehen. Nur ist er erheblich größer. Sie sind demnach zwar kräftiger als die kleinen Gefährten, auf ihre Masse gesehen aber durchaus schwächer. Vorrangig zeichnen sich Reitsäbler durch enorme Ausdauer aus. Sie lieben es zu Laufen, um die Wette zu rennen und sonst wie Boden unter den Tatzen gut zu machen. Umso schneller, umso besser.

Luchse

Luchse finden sich vor allem in blutelfischem Gebiet. Die Tiere sind etwas kleiner als normale Großkatzen, sind aber genauso aggressiv wie Säbler. Das Fell ist rötlich und länger. Luchse besitzen eine kurze Nackenmähne, sowie einen ausgeprägten Bart. Generell zeichnen sie sich durch viel helles Haar im Kopfbereich aus. Der Schweif verläuft spitzer, der allgemeine Körperbau ist schlanker. Die Tiere sind wendig und zeichnen sich durch den schnellen Einsatz von Kraft aus, sind aber nur wenig ausdauernd. Luchse sind nicht mit anderen katzenartigen Tieren zu verwechseln, da sie unter sich bleiben, meist einzelgängerisch, und Kontakt mit anderen Katzen meiden.

Farbvarianten:
- Braun
- Rot

Löwen

Löwen ziehen das Leben in Savannen oder Wüsten vor. Selten trifft man eines dieser Tiere in dichter bewachsenem Gebiet. Sie leben in Rudeln zusammen, meist mehrere Weibchen mit Nachwuchs mit einem Männchen. Löwen werden seltener gezähmt, obwohl sie sich genauso gut eignen würden. Sie sind so groß wie normale Großkatzen, unterscheiden sich aber durch Fellfärbung und Aufteilung in Eigenschaften. Die Männchen besitzen eine massige Mähne, sind kräftiger. Die Weibchen sind schlanker gebaut und wendiger, auf Ausdauer ausgelegt. Löwenmännchen werden oftmals mit Säblermännchen verwechselt, da letztere ebenfalls zur Mähnenbildung neigen. Die Mähne des Löwen allerdings ist um einiges ausgeprägter, zudem sind die Tiere kleiner als Säbler. Die Weibchen werden oftmals mit normalen Großkatzen verwechselt. Hier fällt es zudem schwer die beiden Arten auseinanderzuhalten. Lediglich die Fellfärbung kann Aufschluss geben. Löwenweibchen besitzen in der Regel sandfarbenes Fell mit dunklem Deckhaar.

Farbvarianten:
- Schwarz (nur Männchen)
- Sandfarben
- Weiß (nur Männchen)


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Re: Handbuch des Säblerzüchters

Beitrag  Calyon am 18/10/2011, 05:25

Futter, Pflege, Schlafplatz

Das tägliche Futter eines Säblers ist nicht sonderlich anspruchsvoll. Im Grunde genommen ernähren sie sich selbst. Dennoch ist es zu empfehlen zu kontrollieren, was und wie viel die Tiere zu sich nehmen. Immerhin kann es, mal von übermäßiger Gewichtszunahme abgesehen, zu Komplikationen wie Krankheiten kommen.

Am besten geht man mit seinem Tier täglich jagen. Anstatt nur die kleinere Portion für sich selbst zu erlegen werden eben zwei Portionen erlegt. Gut eignen sich hierfür Rehe und Hirsche, aber auch größere Kaninchen. Abzuraten ist von Vögeln für die Säbler. Auch wenn sie diese in freier Wildbahn selbst erjagen, ist doch das Risiko groß, dass es Probleme beim Fressen der hohlen Knochen gibt. Und ein Problem, das man kennt, sollte man versuchen zu umgehen. Neben Fleisch ist auch Fisch eine gute Alternative. Auch hier ist auf Fisch zu achten, der kaum größere Gräten aufweißt.

Interessanter beim Futter wird es mit der vegetarischen Zufütterung. Entgegen der weitverbreiteten Meinung benötigen Säbler nämlich sehr wohl pflanzliche Kost. Im Grunde tut es hier einfaches Gras, wenn sonst nichts in der Nähe ist. Gerne werden aber auch Gemüse genommen, wobei die Tiere einen stark individuellen Geschmack besitzen. Vollkommen abzuraten ist von Obst, da sie davon nicht nur an Gewicht zulegen sondern auch das Zahnfleisch sich auf Dauer verschlechtert. Es gibt zudem auch Vertreter, die gerne an Kräutern fressen. Besonders jene sind hier zu empfehlen, die wir ohnehin schon als für uns essbar eingestuft haben und zum Kochen verwenden.

Grundsätzlich gebe man dem Tier aber nur ungekochte Nahrung. Gewürze können Krankheiten verursachen, weichgekochtes Fleisch lässt die Zähne vorschnell altern und sollte nur Tieren mit Problemen bei der Nahrungsaufnahme gegeben werden.

Die Fellpflege des Säblers erledigt er meistens ganz von allein. Dennoch sollte man das Tier mindestens einmal in der Woche baden und ordentlich waschen. Es wird diese Prozedur in den seltensten Fällen mögen, aber es beugt Parasiten vor. Im engen Zusammenleben mit unsereinem wären Parasiten nicht gerade angebracht. Stellen, an die das Tier selbst nur schlecht kommt, wie zB den Nacken, sollte man besonders gründlich putzen. Auch das Trimmen von Fell kann unter Umständen hilfreich sein. Wundern sollte man sich übrigens nicht über das anschließende Bad in Sand oder Schlamm des Tieres. Dies fördert die gesunde Haut und beugt zudem den Parasiten vor. Auch wenn es dreckig ist.

Besondere Pflege kommen den Krallen und dem Maul, sowie den Augen und der Nase des Tieres zu. Die Krallen sollten regelmäßig, mindestens einmal in der Woche auf Brechstellen oder Wunden kontrolliert werden. Da man ohnehin schon zu Gange ist empfiehlt es sich auch gleich stärkende Gegenmaßnahmen anzusetzen. Eine dünne Schicht Hautöl auf den Krallen lässt sie nicht nur angenehm glänzen, sondern hält sie auch geschmeidig.

Wie die Krallen sollte auch das Maul beständig überprüft werden. Allerdings wird hier nicht nur auf die Zähne, besonders die langen Fangzähne sind sehr sensibel, geachtet, sondern auch auf Zunge und Zahnfleisch. Anhand der Verfärbung oder unnatürlichen Wärme dieser lassen sich frühzeitige Krankheiten oftmals schon erkennen und gegenwirken. Manche Tiere haben es nicht sonderlich gern, wenn ihnen im Maul herumgefingert wird. Hier rate ich zu Vorsicht und im besten Fall auch zu einem Stück Holz als Maulsperre und Absicherung der eigenen Finger.

Augen und Nase werden im gleichen Zug mit dem Maul kontrolliert. Beides sollte mit einem fusselfreien, nassen Tuch öfter gereinigt werden, denn sie sind die wichtigsten Orientierungsorgane unserer felligen Gefährten. Die Nase ist oftmals verklebt oder verschmutzt, wird sie doch oft über dem Boden getragen und zieht so einiges an Schmutz an. Der Sitz der Tasthaare sollte kontrolliert werden. Fehlt eines dieser Haare, ist, bis zum Nachwachsen, die Möglichkeit der schlechteren Orientierung gegeben. Die Augen sollten genau angesehen werden. Unnatürliche Verfärbungen lassen aufkommende Krankheiten entdecken.

Der Schlafplatz eines Säblers ist eine besondere Sache. Unterwegs geben sie sich mit dem bloßen Boden zufrieden, zu Hause aber sollte es schon mindestens eine Decke mit entsprechender Unterpolsterung sein. Gerne wird auch das Spielzeug darin drappiert. Manch ein Säbler zieht gar eine eigene Bettdecke vor. Hier ist wieder Individualität gefragt: Was gefällt kommt mit ins Bett. Obacht nur, wenn es das Rehbein vom Frühstück ist.


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Re: Handbuch des Säblerzüchters

Beitrag  Calyon am 18/10/2011, 05:25

Krankheiten

Krankheiten lassen sich durch äußere oder innere Entstehung unterteilen. Die Behandlung erfolgt meist von außen, kann aber auch durch Tränke und Kräuter von innen erfolgen.

Krankheiten durch äußere Entstehung sind meist Verletzungen bei Einsätzen. Steckengebliebene Pfeilspitzen, Abschürfungen, im schlimmsten Fall ein gebrochenes Bein. Die Erstversorgung ist die gleiche wie beim Kaldorei, erst im zweiten Schritt wird es komplizierter. Die Wunden sind von Fell freizulegen, das impliziert, dass unser Säbler eben auch um die Wundstelle Haare lassen muss. Wichtig ist beim Arbeiten an der Wunde die Hygiene. Gerade bei Säblern sind Infektionen eine recht gefährliche Sache, da sie die Wunden immer wieder durch Ablecken versuchen aufzureißen. Je länger demnach die Wundheilung dauert, desto größer die Gefahr, dass es zu Komplikationen kommt. Um dem Ablecken entgegen zu wirken kann man die Wunde verbinden, was aber nicht immer möglich oder der Heilung zuträglich ist. Hier sollte man das Tier beständig im Blick haben, es geduldig und ruhig immer aufs Neue ermahnen abzulassen. Versuchen wird es das dennoch immer wieder.

Gerade Knochenbrüche bedeuten für einen Säbler meistens ein langes, wenn nicht gar endgültiges Ende seiner Laufbahn als Kampfgefährte oder Reittier. Die Tiere benötigen ihre Beine für alles in ihrem Leben, demnach werden sie auch schnell wieder versuchen sich zu erheben. Einer Heilung eines Bruches ist das nicht zuträglich, so dass es meist zu schlecht zusammengewachsenen Knochen kommt, die sehr schnell erneut brechen. Nur selten lassen sich die Tiere erweichen monatelang fast nur zu liegen, auf Jagd und sämtlichen anderen Spaß zu verzichten. Hier ist die Geduld und Einfühlungsgabe des Besitzers gefordert, der das Tier unermüdlich am Liegen und Beschäftigen halten muss.

Schwerer zu erkennen sind innere Krankheiten. Zwar erkennt man einige schon frühzeitig, wenn man das Tier gut pflegt und regelmäßig kontrolliert, dennoch kann man Dinge übersehen oder aber die Krankheit kommt plötzlich oder nimmt gar einen anderen, als den gewohnte, Verlauf. Ein krankes Tier wird oftmals müde und schlapp sein, manches Mal aggressiv und eindeutig desinteressiert an den üblichen Dingen sein. Wir sollten auch nicht zwanghaft versuchen ihn für irgendetwas zu begeistern, das legt sich gen Ende der Krankheit ohnehin.

Aufgezählt werden hier nur die beiden gängigsten Krankheiten, bei denen eine Behandlung ohne großartigen Einsatz von Druiden oder Priesterinnen von statten gehen kann. Grundsätzlich sei aber gesagt, dass bei allen Krankheiten die Störungen der Verdauung oder Nahrungsaufnahme verursachen, dringen Hilfe aufgesucht werden sollte, da sonst diese Krankheiten in der Regel tödlich enden.

Schnupfen:
Der Schnupfen äußert sich mit verschiedenen Symptomen. Das erkrankte Tier ist matt und zieht sich zurück, wirkt abwesend und müde. Einen gesunden Säbler erkennt man an klaren Augen. Bei einem an Schnupfen erkrankten Tier wird das Fell matt, die Augen trübe und aus Nase und Augen läuft gelbliches Sektret. Die betroffene Katze verspürt weniger Appetit und trinkt weniger. Besonders bei jungen Tieren kann die Krankheit einen schweren Verlauf nehmen, da sich der Körper des Jungtieres nicht ausreichend gegen die Krankheit zu Wehr setzen kann.

Hilfreich ist hier zum einen viel Ruhe, zum anderen viel Wasserzufuhr. Meistens überstehen die Tiere die Krankheit von allein. Unterstützt werden können sie durch Gabe von Kräutern, die das Allgemeinbefinden stärken.

Pilzerkrankungen:
Vorsicht! Diese Krankheit ist auf den Elfen übertragbar! Die ersten Anzeichen sind abgebrochene Haare, um die sich ein roter Ring bildet. Oftmals jucken diese Stellen stark, so dass das Tier sich blutig kratzt. Bei Einigen gehen einfach nur die Haare aus, ohne erkennbare Beeinträchtigung der Haut. Durch den Pilz können sich die Krallen gelblich verfärben, werden brüchig und im schlimmsten Fall entzünden sie sich. Für das Tier ist das ein sehr unangenehmer Prozess, da es beim Laufen zu Schmerzen kommt.

Hier sollten die Dinge, mit denen das Tier öfter in Kontakt kommt, wie die Schlafdecke, gründlich gereinigt, am besten sogar erneuert werden. Die betroffenen Hautstellen können mit einer Salbe gegen Infektionen und zur Desinfektion eingerieben werden. Bei Befall der Krallen ist auf erhöhte Hygiene der Tatzen zu achten, sowie auf Pflege mit Ölen.


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Re: Handbuch des Säblerzüchters

Beitrag  Calyon am 18/10/2011, 05:26

Spielzeug

Spielzeug ist wichtig für Säbler, ob als Jungtier oder ausgewachsen. Es dient nicht nur als Mittel für Lektionen für uns, sondern erfüllt für die Tiere einen besonderen Zweck: Frustabbau. Spielzeug muss einige besondere Fähigkeiten aufweisen und Vorraussetzungen erfüllen, damit wir unserem Säbler es zukommen lassen.

Zum einen muss Spielzeug schon rein optisch ansprechend sein. Gerade bunte Dinge, die sich farblich stark von ihrer Umwelt absetzen, sind sehr beliebt. Im Gegenzug dazu dürfen sie sich aber nicht allzu sehr vom Geruch unterscheiden, denn neue Gerüche schrecken erst einmal ab. Das Spielzeug muss viel aushalten können, schließlich wird an ihm gezogen und gezerrt. Und das mit kräftigen Kiefermuskeln, spitzen Zähnen und scharfen Krallen. Ein Plüschtier, wie wir es unseren Kindern zu geben pflegen, wird nicht lange durchhalten.

Grundlegend brauchen Säbler beim Spiel zwei Dinge: Bewegung und Denken. Für den Einstieg eignet sich ein Lederball sehr gut, da er recht widerstandsfähig gegen äußerliche Einflüsse ist. Nur wird dieser schnell langweilig werden, wenn man selbst nicht immer dabei bleibt. Ein Ball an einem Band angebracht und an einen Zweig gehangen hingegen bringt auch allein sehr viel Spaß. Hier ist der Erfindungsreichtum des Kaldorei gefragt, genauso wie seine Beobachtungsgabe. Oftmals verraten einem die Tiere ihre liebsten Beschäftigungen nämlich im alltäglichen Leben. Anarya zog es oft vor stundenlang Bäume mit ihren Krallen zu malträtieren. Mittlerweile hat sie einen Weichen Ball aus Wolle bekommen, der unter ihren Krallen einfach zurückweicht und sich zurückformt, wenn man ihn ausklopft. Sogar das Ausklopfen bekommt sie inzwischen allein hin.

Es gibt Säbler, die liebend gern schwimmen gehen. Zwar nie dann, wenn sie sollen, aber umso lieber, wenn sie wollen. Diese Tiere sind selten, aber am einfachsten zu bespaßen. Ein normaler Wassertropfen, der auf sie gespritzt wird, reicht schon aus um sie zu faszinieren. Genauso reicht auch eine Pfütze, durch die sie planschen können.

Man kann sagen, dass das Spielzeug erneut eine sehr individuelle Geschichte ist. Genauso wie wir uns lieber mit jenen als mit anderen Dingen befassen, tun es auch die Säbler. Und genauso gern, wie wir gedanklich gefordert werden, tun es auch sie. Ein Spielzeug, das nicht fordert, wird schnell langweilig, kann es auch noch so schön aussehen. Das impliziert allerdings auch, dass Spielzeug wechselt, denn was man kennt, das fordert nicht mehr.


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Re: Handbuch des Säblerzüchters

Beitrag  Calyon am 18/10/2011, 05:26

Zubehör

Was gibt es denn noch für Säbler, außer Spielzeug, Decken und Futter, dass man es einzeln aufführen müsste? Relativ simpel: Bürsten, Sattelzeug, Rüstungsteile, eigene Salben, Öle. Vielleicht gar ein eigener Besen? Vieles kommt auf die Lebensführung an.

Der Umgang mit den meisten Dingen ist uns ohnehin geläufig, weil wir sie alltäglich benutzen. So gilt, was für alle Bürsten gilt, auch für die Bürsten unseres Säblers. Sie sollten ordentlich und sauber gehalten werden, einen eigenen Platz haben. Fellbürsten gibt es viele, insgesamt braucht man auch ein paar für solch ein Tier. Das lange Fell benötigt eine härtere Bürste, damit sämtliche Knoten herausgebürstet werden können. Sie sollte aber nicht zu hart sein, denn Haare ausreißen erzeugt Schmerz. Wo das Fell kürzer ist, tut es an kleinen Stellen auch ein Kamm, an größeren eine normale Wurzelbürste. Die Beine, sowie andere Stellen mit wenig Muskeln oder Fett, werden mit einer weichen Bürste geputzt. Für die Tatzen wiederum reicht eine kleine, weiche Bürste oder gar nur ein Wolltuch.

Ist das Tier bereits einmal krank gewesen, kann es sein, dass noch Reste von Salben oder dergleichen vorhanden sind. Hier empfehle ich diese zusammen mit den Bürsten aufzubewahren, bis sie entweder gebraucht werden oder zu alt sind. Auch sollte das Öl für die Krallen hier mitgelagert werden. Die Flaschen sollten stets gereinigt werden, damit an der Außenseite das Öl nicht ranzig wird und zu riechen beginnt. Nicht viel ist angsteinflößener, als mit einem seltsam riechenden Ding gekämmt zu werden, gerade wenn man sich hauptsächlich über Gerüche orientiert.

Dem Sattelzeug bei Reittieren kommt besondere Güte und Sorgfalt zu. Die Satteldecke sollte stets in die gleiche Richtung aufgelegt werden, da es sonst zu Reibstellen unter dem Sattel kommen kann. Diese Reibstellen können aufgehen und sich entzünden und zu sehr schweren Verletzungen werden. Zudem sollte die Decke des Öfteren ausgeklopft und von größeren Haarbüscheln befreit werden, um ebenfalls jenen Reibstellen vorzubeugen. Der Sattel mitsamt Riemen ist relativ simpel zu pflegen. Neben der normalen Lederpflege fällt hier lediglich noch die Kontrolle der Stellen an, die nahe am Säbler sind. Es sollten keine Brüche oder Dellen auf der Haut anliegen oder durch die Decke hindurch reiben können. Alles muss geschmeidig sein und dem Tier seine Bewegungsfreiheit lassen.

Rüstungsteile eines Säblers sind ebenso zu pflegen wie die eines Kaldorei. Auch hier ist wieder vermehrt auf die Stellen zu achten, die an der Säblerhaut liegen und diese nicht verletzen dürfen. Rüstungen schränken immer ein, deswegen sollten sie nur wirklich wichtige Teile am Tier, wie den Kopf und die Schultern, die Flanken und den Vorderbauch schützen, die bei einem Gefecht auch wirklich in Mitleidenschaft gezogen werden könnten. Ich rate von einfachen Rüstungen ab und empfehle lieber gut gepolsterte Teile zu verwenden. Was unsereinem den Kampf erleichtert, erleichtert es auch unseren felligen Freunden.

Jedes Tier wird individuell für sich noch einiges mehr an Zubehör benötigen. Anarya zieht eine eigene Fressschüssel vor, die ebenfalls gereinigt und gelagert werden muss. Genauso hätte sie gern ein eigenes Kopfkissen, das zwar zweckentfremdet, aber geliebt wird, oder ein spezielles Öl für die Krallen, das besonders riecht. All dies sind Dinge, die sich im Lauf des Lebens ansammeln und genauso gehegt und gepflegt werden müssen, als wenn es die eigenen wären.

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Re: Handbuch des Säblerzüchters

Beitrag  Calyon am 21/5/2012, 00:45

Es ist fertig! Wer Reichtschreibfehler findet, darf sie behalten! =D

Das hier ist ein rein erdachtes Konstrukt, wie es sein könnte Säbler zu züchten und mit ihnen zu leben. Ich gewähre keine Vollständigkeit, genausowenig wie Sinnigkeit der Dinge, da sie von einem Laien geschrieben wurden. EIn paar Dinge habe ich mir dazu angelesen, bei den meisten aber nur logisch gedacht. Es gibt für diesen Bereich leider keine Lore, was das Alter der Tiere oder den Umgang mit ihnen angibt. Vielleicht ist es aber ein Denkanstoß für das Rollenspiel, wieviel doch eigentlich hinter unseren Pets und Mounts steht und was man alles mit ihnen machen könnte.

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Re: Handbuch des Säblerzüchters

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